Frieden, Karneval und Tod…

Wir queren die Grenzen von La Paz, der Stadt die übersetzt ‚der Frieden‘ heisst und fahren noch lange bis wir endlich am Busbahnhof angekommen sind. Eine Stadt in über 3.500 Meter Höhe zeigt sich uns. Eine einfache ärmliche Stadt mit ca. 1 Millionen Einwohnern. Unser Hostel liegt gefühlt mitten in der Vergnügungsmeile der Stadt. Kneipen, Bars, Friseure, Discotheken, Grillbuden, augenscheinlich Bordelle, Kioske und andere Orte die zu diesem Bild passen.

Ob das eine gute Wahl war ??

Werbung ist alles.

Wir erkennen schnell, das es eine gute Wahl war. Wir wohnen zentral und haben alles notwendige in unerer Nähe. Das Hostel ist top abgeschiermt gegen die Geräusche des Vergnügungsmeilenalltags und der Nacht.

Innenhof des Hostels.

Unsere ersten Spaziergänge in La Paz erwecken den Eindruck, das es mehr Menschen gibt die etwas verkaufen, als Käufer vorhanden sind. Jeder versucht am Leben zu sein und zu bleiben. Verkauft wird einfach alles in kleinen knüseligen Geschäften oder einfach auf der Straße auf einer Plane sitzend. Es werden augenscheinlich Unmengen an Obst und Gemüse angeboten. Eigentlich müssten alle satt werden.

Wassermelone auch in gelborange… schmeckt wie rot.
Ich bin reich…
Souvenirs… (der Hut gehört zur Dame und sitzt nicht verkehrt !!)

Mit der Gondel fahren wir in die Nachbarstadt, die nebenan auf einem Berg in ca. 4.100 Metern liegt, namens El Alto. Sie ist größer als La Paz. Dort erhoffen und finden wir einen Trödelmarkt. Was wir finden sind Unmengen an Ramsch, Kleidung, minderwertige Waren und unnötiges. Unseren Besuch halten wir kurz.

Hoch nach El Alto.
Markt mit Karnevalsband die musizierend und trinkend umherzog.
Schneckenschleim… für die Schönheit.
Snack zwischendurch: Gekochte Schlange.

Unsere Fahrt mit der Seibahn zurück zeigt uns ein ungewohntes Bild. Bei näherer Betrachtung erkennnen wir einen Friedhof. Wir steigen aus und machen Halt.

Blick von oben auf den ’sementerio‘.

Die Stirnseiten der Totenhäuser sind häufig bemalt. StreetArt in ungewohnter Athmosphäre. In Deutschland nicht vorstellbar, oder ?!
Kunstvolle Trauer

Es ist Karnevalswochenende. Die Straßen sind voller Menschenmassen. Ein drittel verkleidet. Ein Menschenzug zieht durch die Hauptstraße. Keine Festwagen. Fast jeder hat irgendwas weißes schaumiges am Körper. Das liegt daran das Kinder bis Heranwachsende Spraydosen dabei haben und deren schaumigen Inhalt wild versprühen oder sich gegenseitig damit beschießen. Millionen dieser Dosen müssen es sein, die für kanpp 1,20 € verkauft werden. Direkt neben diesen Ständen werden Regenüberwürfe angeboten. Nicht weil es nach Regen aussieht, sondern es Schaum aus allen Richtungen gibt. Teilweise so überraschend, das Patricia mit nur einem kleinen Sichtloch in der Kapuze die Schaumparty überlebt.

Kostüm gefällig…
…oder vielleicht diese ?
Angebot und Nachfrage.
‚Bürgergarde blaugold‘ in La Paz (im Hintergrund der Wertstoff in Form leerer Sprühdosen).

Am Samstag sind überwiegend Kinder auf der Straße. Sonntags Heranwachsende und an ‚Rosenmontag’ der Rest samt den Spassvögeln von Samstag und Sonntag.

Leergut

Von der Ladefläche eines PickUp, der entspannt durch die Straßen fährt, werfen Kinder unentwegt Wasserbomben. Rücksicht ist nicht zu erwarten. Weicht man ihnen aus, erhält man die Antwort durch aufmerksame junge Karnevalisten in Schuhgröße 35, die mit einer SchaumSprühdose auf solche Momente warten. Irgendeiner erwischt dich immer.

Im gut 100 km entfernten Oruro findet der eigentliche Karneval Boliviens statt. Verkleidete Gruppen, Musikgruppen und auch Festwagen ziehen dort durch die Stadt. In La Paz selbst gibt es fast keinen Fernseher der das Treiben dort nicht überträgt. Selbst in den kleinsten Verkaufsständen findet sich ein TV-Gerät.

Türen stehen offen, egal ob beim Friseur, Kopiershop, Reisebüro oder auch Wohnungstüren. Menschen feiern ausgelassen mit anderen Menschen. Musik ist zu hören. Essen steht bereit. Getränke sowieso. Alles ist mit Konfetti, Luftschlangen und Luftballons geschmückt.

Eine ungewöhnliche Verschwendung fällt uns auf. Das Haus, das Auto, Taxi, Kiosk, Grillstand oder auch nur der kleine Verkaufsstand aus Brettern oder Folie werden mit Bier, Alkohol, Blütenblätter oder reinem Alkohol begossen. Ein kleiner Schluck wird geopfert, um die bösen Geister zu vertreiben und dem Geschäft, der Familie und sich Glück zu bringen.

Die Hoffnung auf Unfallfreiheit und Glück und so…

Alles ist für – Pacha Mama – für Mutter Erde. Als Dank und Bitte auf sie zu achten. Als Opfergabe gibt es zudem Süßigkeitenteller oder … Föten von Lamas.

Opferlama…

Im Geschäft gibt es aber auch Komplettpakete in verschiedenen Größen für jeden Geldbeutel, die alle Zutaten ‚Opfer für Pacha Mama‘ beinhalten. An jeder Ecke gibt es Kracher zu kaufen, die von allen Altersgruppen mit großem Spaß und großer Rücksichtslosigkeit gezündet werden. Wir müssen unsere Augen überall haben um uns vor Schaum, Wasserbomben oder Krachern zu schützen.

Opferteller für Patcha Mama

Unser persönlicher Rosenmontag hat mit Karneval eher nichts zu tun. Er beginnt früher als sonst. Um 0800 werden wir zu sechst abgeholt. Ein holländisches Pärchen welches in der Karibik lebt (auf Curacao für drei Jahre, da er Soldat ist). Ein russisch-ukrainisches Pärchen, welches deutsch spricht, da es in München lebt. Im Kleinbus fahren wir zur ‚Death Road Tour‘.

Wem das nichts sagt, hier ein paar Worte dazu:

In den 90ern berichtete eine große amerikanische Zeitung über diese einspurige Strasse an den Steilhängen der Anden. Durch Erdrutsche, Steinschlag und Regen starben dort viele Menschen, jährlich bis zu 300 Menschen. Sie wurde daher zur gefährlichsten Strasse der Welt gekürt. Viele Medien der Welt griffen den Bericht auf und so verbreitete sich die Legende der „Death Road“ überall. Vor ca. 10 Jahren hat man dann eine neue Straße gebaut, sodass die Unfälle zurückgingen und seither die Biker und örtlichen Bauern die Straße übernahmen.

Auf dieser Straße gilt einzig im Land der Linksverkehr. Dadurch ist es den Fahrzeugführern möglich die Nähe zum Abgrund besser abzuschätzen.

Austieg zur Abfahrt.
Es regnet. Es ist kalt. Es ist schrecklich.

Unterwegs legen wir unsere Schutzkleidung an. Motocrosshelme. Lang-Protektoren an Ellenbogen und Knie. Wasserabweisende Kleidung und Handschuhe. Für alles ist gesorgt. Nur der Regen konnte nicht abgestellt werden. Es regnet zu Beginn ganz unangenehm bei -2 Grad.
Vor uns liegen 55 km downhill, von 4.700 auf 1.200 Höhenmeter auf Crossbikes mit Federn in Vordergabel und Sitz.

Es dauert keine 20 Minuten bis wir durchnässt und durchgefroren sind. Irgendwie macht das doch keinen Spass. Die Hände spüren wir kaum noch. Der Klettverschluss meines Overals im Schritt ist defekt. Ich benötige dringend neue trockene Unterwäsche. Bei einem Früstücksstopp lernen wir eine effektive Art kennen, unsere Hände wieder aufzuwärmen. Die Arme am Körper entlang. Die Hände 90Grad nach außen abgespreizt. Nun die Schultern hochziehen und wieder nach unten Stoßen. Das im Rhythmus mehrfach und es gelangt sensationell schnell wieder Blut in die Finger.

Die speziellen engen (problematischen) Stellen der Strecke fahren wir erst nach eindringlichen Worten unseres Guides entlang. Der Blick über entsetzliche Abgründe hinweg in die Ferne ist sensationell schön. Einzig manch Kreuz am Wegesrand mit dem Hinweis auf teilweise junge Menschen die hier, auch als Radfahrer, ihr Leben ließen, sowie Auto- und Buswracks in der Tiefe verdeutlichen die traurige Geschichte dieser Strecke.

Je tiefer wir fahren um so angenehmer werden die Temperaturen. Der Himmel klart auf. Die letzten 40 km machen einfach Riesenspass. Wir sind gesamt 4 Stunden unterwegs. Es gibt nur kleine Pausen für Fotos oder Warten auf die ängstlicheren Radfahrer unserer Gruppe. Wobei ich stolz auf mein Mädchen bin, denn sie ist immer vorne dabei !!

Cooler Scheiss !!
Mutiges Mädchen.
Mutige Bande.
da geht’s lang..
Irgendwas muss ich wohl falsch verstanden haben…
…hauptsache sie freut sich !!
Das hat mal so richtig richtig Spaß gemacht !!

Am Ziel stehen Duschen und ein leckeres Buffet bereit. Ein toller Tag neigt sich. Diverse Muskel, incl. Sehmuskel wurden sehr strapaziert. Daher sei es verziehen, das wir auf der knapp 3-stündigen Rückfahrt alle einschlafen. Ein treffendes abschliessendes Wortspiel gab uns der Guide… ‚The Death Road is… unBoliviabel…‘. Recht hat er.

Den letzten Tag spazieren wir entspannt durch die Stadt.

Populärer Hexenmarkt.
Ob es ein Sinnbild für die Demokratie in Bolivien ist ?

Abends wartet wieder der Nachtbus auf uns. Diese Busbahnhöfe haben ihren eigenen faszienierenden Character. Er ist meist laut, chaotisch und zeigt mir wie fremd ich hier bin. Genau das bin ich, aber ich fühle mich gut dabei. Später im Bus kommen irgendwann alle zur Ruhe – es wird friedlich.

Copacabana und die Sonneninsel

Im Bus…

…Richtung Bolivien werden wir von einem eifrigen Guide erwartet, der uns nicht nur mit den im Vorfeld gebuchten Kleinigkeiten an Getränken und Essen versorgt, sondern auch steuert was den Wechsel des Restgeldes angeht. Wir suchen dazu seine Lieblingswechselstube an der Strecke auf.

Immer lächelnd erwähnt er später am Grenzposten, dass die Ausreisestempel aus Peru für die Einreise nach Bolivien zwingend kopiert werden müssten. Gesagt getan im Shop nebenan für örtlich extrem teure 2€. An der Grenze Bolivien reihen wir uns in die zum Glück kurze Warteschlange ein und halten Pässe und Stempelkopie bereit. Dem Beamten legen wir dann alle Unterlagen auf die Theke. Er nimmt was er braucht und entlässt uns. Die Kopien rührt er nicht an. Selbst auf Nachfrage nicht. Unsere Nachfrage beim Guide, wieso wir die Kopie haben machen müssen erklärte er ganz einfach: ‚Alles gut. Dann brauchten die wohl keine‘, dreht sich um und geht.

Eine Stimme in mir sagt, dass Wechselstube und Kopiershop wohl seiner Familie gehören könnten. Eine weitere Stimme in mir beschimpft den Guide. Ob man mir äusserlich ansieht, das in mir gerade viele Stimmen durcheinander quatschen und das ich innerlich meinen gesenkten Kopf schüttel ?!

Nun denn, wir sind in Bolivien. Ziel erreicht. Jetzt im nachhinein, weiß ich das wir dort eine tolle Zeit haben werden.

Wir gelangen nach Copacabana. Unser Bus entlässt seine Insassen in dem kleinen Wallfahrtsort auf 3800 Metern Höhe. Ein kleiner Ort mit großem Namen, dessen Bedeutung ohne diesen kleinen Ort gar nicht weltweiten Ruf erlangte. Patricia und ich besuchen die Basilika von Copacabana, in der die Nationalheilige Boliviens, die Jungfrau von Copacabana beheimatet ist. Im 15. Jahrhundert soll sie einem Inka-Nachfahren im Schlaf erschienen sein, der sie daraufhin mit blauem Gewand in Holz schnitzte. Nach und nach wurden ihr Wunder zugesprochen, sodass der Ort für Gläubige zum Wallfahrtsort wurde.

In einem Nebenraum der Basilika stehen gefühlt 22 dieser Heiligenfiguren, die irgendeinen örtlichen Bezug zu einem Ort auf der Welt haben. So auch eine Figur, die vor diversen Jahren der Stadt Rio de Janeiro gestiftet wurde. Nach dieser Heiligenfigur aus dem Ort Copacabana in Bolivien wurde der Stadtteil und somit auch der berühmte Strand Copacabana in Brasilien benannt. Nun wisst ihr’s und könnt damit angeben oder bei Senior Jauch einen Joker sparen.

Die Kuppel vor der Basilika von Copacabana. Ein real herrlicher Anblick.
Die blaue Jungfrau von Casablanca, die dem Stadtteil in Rio de Janeiro den Namen gab.
Normales Straßenbild mit bolivianischen behüteten Damen .
Kids mit Schaumspray in der Hand und Spaß im Gesicht.
Der linke riesige Sack (gefühlt 1000 Liter groß) ist gefüllt mit riesigem Popcorn der hiesigen großen Maissorte. Was rechts in der Tüte aussieht wie Schweinespeck ist auch eine ähnliche Maisspeise.

Zusammen mit 70-80 weiteren Gästen fahren wir per Boot in gut 60 Minten auf die Insel ‚Isla del Sol‘. Patricia las in diversen Blogs, das es hier einen ganz besonderen Sonnenuntergang gäbe. Die Insel liegt im Titicacasee. Auto, Motorräder etc. gibt’s nicht. Als Transportmittel gibt es nur… Esel. Vom Hafen führen schmale steile Wege mit unryhtmischen Stufenhöhen hoch zum eigentlichen Ort. Man könnte Esel mieten oder einen der sich anbietenden ca. 10-jährigen Burschen bezahlen der unser Gepäck hochschleppen würde. Wir tragens selbst. Eine schweiß-treibende Tortour.

Kleiner Hafen auf der Insel ‚Isla del Sol‘.
Erstes Hotel am Platz.
Schmale steile Gasse.

Nach dem kurzen CheckIn im Hotel gegen Nachmittag schlendern wir zum geeigneten Punkt für den gepriesenen Sonnenuntergang. Wir haben zwar eine wirklich phantastische Aussicht, jedoch zeigen uns diverse Wolken am Horizont, das sich die Sonne nicht nach unseren Wünschen richtet. Sie ist leider nur zu erahnen.

Eine Ruine mit Weitblick.

Unser Abendessen wird bürgerlich einfach mit leckerem Braten, Gemüse und Reis. Wir sind in einem Restaurant. Am Nachbartisch fallen uns drei Touris auf. Zwei Frauen und ein augenscheinlicher Bolivianer. Alle sprechen deutsch und haben leider ALLE eine aufdringliche laute und für uns beide einstimmig entsetzliche Stimme und Tonfall. Wir halten uns mit unserer Konversation leise zurück. Wir wollen nicht erkannt und in das Gespräch genötigt werden. Ich glaube soetwas erwähne ich hier das erste Mal… aber – Sorry – ist gerade leider so.

Trotz der herrlichen Sonne am Tag ist’s nachts auf der Insel in dieser Höhe bitterkalt. Im Bett finden wir 5 schwere Decken. Weitere liegen bereit. In der Nacht wachte ich auf, da ich das unangenehme Gefühl hatte das die Luft  zu wenig Sauerstoff habe. Entsetzlich. Zwei Stunden lag ich da so mit schnappatmung rum, bis ich die Lösung hatte: Drogen !! Hört sich komisch an… half aber. Unsere Coca-Blätter-Ration war noch nicht zu Ende, sodass ich mit ‘nem Klumpen Blätter im Mund dann nach 10 Minuten wieder einschlafen konnte.

Notwendiger Deckenberg.

Am Tagdrauf nach gutem Frühstück wollten wir die Insel bei einem ausgedehnten Spaziergang erkunden. Unser geplanter Wanderweg über die Insel war zeitlich gut durchdacht, da unsere Fähre am Spätnachmittag fuhr. Der Fußmarsch wurde jedoch durchkreuzt, da sich zwei Gemeinschaften auf der Insel seit einem Jahr derart streiten, dass sie die beliebtesten Wanderwege gesperrt haben. Einfach so. Holzhäuschen aufgestellt und Schranke runter. Eine freundliche Stimme weist den Rückweg und das Verbot Fotos zu machen. Schon komisch… aber … andere Länder, andere… ihr wisst schon.

Schmale felsige Gassen, begrenzt von steinigen Mauern.
Typisches Mauerwerk.

Wir halten also Ausschau nach kleinen schönen Fleckchen und finden sie. Wir geniessen die Natur und machen Halt bei Eseln, Lamas, Alpaccas, Schafen und einer Ferkelbande. Es ist kurzweilig und macht Spaß Auge und Seele baumeln zu lassen. Herrlich. Trotz Hindernis haben wir noch eine wirklich schöne Zeit. Ob es an unseren Zwischenmahlzeiten lag, weiß ich nicht, aber Coca-Blätter waren dauerpräsent.

Einer von vielen.
Vier Geschwister.
Diese freundlichen Gesellen liefen umher, stritten und bissen sich gegenseitig (besonders der Biss ans Hufgelenk war sehr beliebt), vertrugen sich wieder und assen zussammen. Es war äusserst lustig zuzusehen. Trotz unterschiedlicher ‚Hautfarbe‘ gute Kumpels !! 

Die Fähre soll uns später wieder ans Festland bringen. Die Organisation ist aber sensationell schlecht. Es bilden sich zwei Schlangen auf einem schmalen Steg. Diese müssen plötzlich neu gebildet werden nach Tages- und Übernachtungsgäste. Dann wird ein anderer Steg empfohlen, der nach 15 Minuten aber wieder für nichtig erklärt wird. Eine klärende Kommunikation gibt es nicht. Irgendwann werden alle Gäste in zwei Boote gestopft. Es geht mit unnötigem HinundHer zurück nach Copacabana.

Dort besteigen ca. 40 Menschen einen Bus der uns durch die Nacht nach La Paz bringen soll. Die Wanderung bei herrlichem Inselwetter hat uns müde gemacht. Unsere gebuchten 180Grad Liegesitze sind da genau das richtige.

Irgendeinem Gott muss unser bisheriges Verhalten missfallen haben, denn er bestraft uns… genau jetzt.  In der Sitzreihe hinter und neben uns nehmen genau die drei gemiedenen Menschen aus dem Restaurant platz. Wir ziehen zügig unsere Kopfhörer auf und schauen Netflix, bis… ja bis sich die junge kräftige Dame hinter uns über die Liegeposition unserer Sitze beschwert. Ihre Beine seien zu dick. Wir widersprechen nicht, finden aber aufgrund der anstehenden 8 Stunden Nachtfahrt keine Lösung. Eine freundliche Seele aus dem Bus schafft es die Situation zu lösen, indem er seinen Platz ihr zum Tausch anbietet. Das schafft einerseits Ruhe, andererseits beginnt damit die Kennenlernphase zwischen ihm und dem deutschsprechenden Bolivianer. Wir liegen zwar weiter bequem, haben aber noch knapp 2 Stunden ‚Unterhaltung‘ bis dann doch endlich Ruhe einkehrt.

Gute Nacht…

Peru – Titicacasee und die Inseln die man essen kann

Morgens erreichen wir mit durchschnittlichem Schlafpensum die kleine Stadt Puno. Sie hat ca. 130.000 Einwohner und liegt auf 3.800 Meter Höhe. Man nannte sie früher ‚Cuidad de Plata‘ (Stadt des Silbers), da es dort die ergiebigsten Silbervorkommen Perus gab. Puno liegt am Titicacasee, der der Übersetzung nach graue große Katze (titi = große Katze und kaka = grau) bedeutet. Er ist der größte schiffbarre See der Erde. Dieser Titicacasee ist knapp 16mal so groß wie der Bodensee (178 X 67 km) und mir seit meiner Kindheit eher als surrealer lustiger Name bekannt, wobei …TITI und KAKA… immer belustigt betont wurden. Der See befindet sich real zum Teil auf peruanischem wie auch bolivianischem Gebiet.

                                          

Wenn man den Karten-ausschnitt des Titicacasees um 180 Grad dreht kann man sich in der Form des Sees eine springende Katze vorstellen – also irgendwie… – so sahen und sehen es zumindest die Indigenen.

 

Unser Spaziergang führt uns in der eher unhübschen und characterlosen Stadt an die Uferpromenade des Sees. Dort hören wir Geräusche die irgendwie an Musik erinnern. Wir folgen ihnen und wundern uns, als wir Marschmusik erahnen. Am Ufer selbst finden wir im Sichtfeld einige Stellen wo sich unterschiedliche Musikgruppen mit Blasinstrumenten versammelt haben und proben. Hört sich nicht immer gut an, jedoch werden Lieder gespielt, die wir auch aus der Heimat kennen. Ich, als im Sauerland Geborener, von Schützenfesten. Als im Rheinland Lebender, erkenne ich schnell den Zusammenhang: … die Zeit des Karnevals kommt näher und wird auch hier zelebriert.

Dieses Gefährt sahen wir sonst nirgendwo:  Ein Tuctuc wie aus einem Transformers-Film. Wir haben länger hingeschaut… es tat sich jedoch nichts.
Vorher bereits auf Märkten in Peru entdeckt. In den Säcken befinden sich Kartoffeln denen die Flüssigkeit entzogen wurde und sie daurch lange haltbar sind. Beim späteren Nutzen werden sie wieder gewässert, ziehen Flüssigkeit und werden normal zubereitet. Wir haben sie probiert. Sie schmecken zwar kartoffelig aber nicht-so-richtig-lecker-kartoffelig.

Puno bietet dem einfachen Touristen keine Reize, ausser das es als Sprung-brett zu den schwimmenden Inseln des Volkes der Uros dient.

Wir buchen eine Fähre um einen Blick auf die schwimmenden Inseln der Uros zu werfen. Namentlich wohl eher unbekannt, bildlich haben wir das Volk der Uros und ihre Schilfboote wohl alle schon mal gesehen, in irgendeiner DoKu, arte oder irgendwo beim zappen im TV. Die Uros wohnen auf aktuell 49 schwimmenden Inseln im Titicacasee, die sie aus getrockneten Totora-Schilf herstellen. Dieselbe Pflanze ist unter anderem auch Rohstoff für Schilfboote und die Häuser auf den Inseln. Die Inseln, auf denen nur noch wenige hundert Urus leben, befinden sich 5 km östlich vom Hafen Puno.

All diese Boote warten auf Touris die sie zu den Uros fahren.

Der Legende nach flohen Bewohner des Festlandes mit ihren kleinen Booten auf den riesigen See, als ihr Volk angegriffen wurde. Sie versteckten sich im hohen Schilf und begannen bald, die Pflanze zu essen. So konnten sie mehrere Monate überleben – unbemerkt von den Angreifern, welche die Flüchtlinge schon längst tot glaubten. Als ihre Boote zu sinken drohten, kamen Sie auf die Idee, das besondere Tatora-Schilf (mit Hohlräumen die dem Auftrieb dienen) zur Stabilisation unter die morschen Boote zu legen/binden. Immer mehr Schilf legten sie nach, bis ganze Inseln entstanden. Die Inseln bestehen aus verschiedenen, kreuzförmig aufeinander gelegten Schilf-Schichten, die insgesamt bis zu 2m dick sind. Von da an schwebten sie nun durch den riesigen Titicacasee. Kein herrschendes Volk konnte das Volk der Uros je besiegen, da diese sich bei Gefahr stets mit ihren Inseln auf das Innere des Sees zurückzogen.

Eine der Inseln der Uros. Sowohl Insel, wie auch Boot links und die Häuser sind aus dem Tatora-Schilf.
Sogar mit ‚Pool / Angelteich‘.

Als Gruppe von 20 Personen legen wir an einer Schilfinsel an und empfangen von farbenfroh gekleideten Damen. Wir werden zu einem Sitzkreis eingeladen.  Die uns als ‚Bürgermeisterin‘ der Insel vorgestellte Dame erzählt von ihrem Alltag und dem Inselaufbau. Da das Schilf von unten weg fault, müssen immer wieder neue Halme nachgelegt werden. In 2-wöchigem Rhytmus gehen die Männer zu den Schilffeldern und schneiden die Pflanzen, um sie anschliessend auf den Boden zu legen. So fault die Insel von unten weg und von oben wird neues Material aufgelegt. Immer quer zur letzten Lage.

Die ‚Bürgermeisterin der Uro Insel‘ erklärt dies und das. So auch das das Schilf auf dem sie sitzt, frisch geschnitten und von der grünen Schale entfernt gegessen werden könne. Wir haben es probiert. Es hat viel Flüssigkeit inne und schmeckt total lecker nach …. ganz vage leicht süßem NICHTS.

Anschliesend werden wir eingeladen die kleinen Hütten der Bewohner zu besuchen. Natürlich erhält man auch die Möglichkeit handgearbeitete Dinge zu erwerben. Der ein oder andere erliegt dem Werben. Wir kaufen eine selbstgemalte Postkarte, eher als kleines Alibi fürs gute Gewissen. Später erkennen wir das der tägliche Markt in Puno die gleichen Artikel bis zu 50 Prozent günstiger anbietet. Nun denn. Der Rubel, inform des peruanischen Pesos, muss auch hier rollen. Die meisten machen noch eine rustikale Bootsfahrt in einem der nachgebauten großen historischen Schilfboote, namentlich als Königsschiff angepriesen (für einen Extra Fahrpreis von 8  Euro).

Wir und das Königsschiff.
Die Schritte auf diesem beweglichen Untergrund fühlen sich lustig an. Immer wieder bewegt sich der Untegrund leicht.
Die Kleine links hat die Karten selber gemalt, sagt sie.

Da Patricia und ich die Uros aus dem TV kannten und uns ins Thema eingelesen hatten,  haben wir uns sehr gefreut es nun live erleben zu können. Erschreckend war für uns der äusserst professionelle Umgang mit den Touristen.  Alles war fast minutiös durchdacht und wir Touris wurden dementsprechend gelenkt.

Unterm Strich wurde unser cosmopolitischer Horizont um ein südamerika-nisches Erlebnis bereichert. Das Wetter war gut und das Totora-Schilf schmeckte lecker nach nichts. Also… alles gut.

Die Rückfahrt zum Hafen.

Am Tage drauf stiegen wir vormittags wieder die 3-5 Stufen eines Busses hinauf und hinein und fuhren bequem Richtung Bolivien.

An der Grenze ein Blick zurück nach …. Peru. Ein Land was begeistern kann.
Der peruanische Zoll entliess uns und wir machten uns auf zum Gate im Hintergrund, dem Einlass nach Bolivien. Wir erfahren dort sogar etwas zur  Herkunft einem weltweit bekannten brasilianischen Hotspot !

 

 

 

Der Alltag frisst mich auf…

Patrica und ich sind wieder zu Hause. Wobei ich mit unserem zu Hause Köln meine.

Nach freudiger und auch tränenreicher enger Umarmung unserer Lieben, wurden wir schnell wieder  in unserem Alltag verhaftet.

Aber – alles ist gut  !!!

Ich bin überrascht von unserer schnellen Wiedereingewöhnung !!

 

Ich habe noch einige Wochen unserer Reise aufzuarbeiten  – werde das auch tun – jedoch bedarf mich nunmehr auch der Bürger und mein Dienstherr zurück.

Gebt mir nur etwas Zeit und ich werde liefern !!  Erzählen von der entferntesten Insel überhaupt und auch von den hübschesten Menschen …

😉

Peru – Peru: Machu Picchu

Eine weitere kurvige Busfahrt führt uns tagsdrauf 6 Stunden durch andere Serpentinen der Anden, und die Anden hat viele davon ! Ein nächtlicher Erdrutsch an einer Bergstrasse verursachte einen Stop. Hilfreiche Hände bastelten mit Schüppen und Allradwagen einfach über dem abgegangenen Erdreich einen neuen Fahrstreifen. Sah nicht wirklich vertrauensvoll aus… funktionierte aber.

Eng an der Wand – nah am Abgrund
Mittig ist der Erdrutsch zu sehen und auch die neue Fahrspur die die ersten Mutigen fuhren.
Bushaltestelle um die Touris in die MachuPicchu-Wildnis zu entlassen.

Diverse Busse schütteten mehrere Hundert Touristen auf einem Parkplatz aus, genau im Ort Hidroelectrica. Von dort ging es zu Fuß immer den Bahnschienen entlang nach ‚Warmes Wasser‘ (= Übersetzung von Aguas Calientes). Dort hatten wir ein Hotel gebucht. Trotz der vielen vielen Menschen auf und neben den Gleisen war es harmonisch, sonnig und alle gut gelaunt. Wir hatten ein gemeinsames Ziel: Machu Picchu.

YES – wir waren dort !!
Immer schön den Gleisen entlang, auch mal schnelllllllll durch einen Tunnel.
Links rum.. weisste Bescheid.
Machen alles mit… ja die Schuhe auch… aber auch die gutaussehenden beiden Herrschaften mittig im Bild.
Pause…? Ja, aber nur fürs Foto.
Ein schöner Zug nahe der Schönheit.
Die Jungs haben schnell reagiert…

Wir und MACHUPICCHU

In Aguas Calientes bezogen wir unser Zimmer und besorgten uns erst einmal ein kühles Bier. Lecker und in unbekannter Flaschengröße von 1100 ml.

In Cusco hatten wir uns bereits unsere Eintrittskarten für Machu Pitcchu gekauft. Gegen 0900 des nächsten Tages machten wir uns auf den Weg. Erneut zu Fuß. Ein Bus hätte 15 Euro einfache Fahrt p.P. gekostet und man hätte die Natur nur hinter Glas gesehen. Okay, bequem… aber ‚einfach‘ kann Jeder. Wir gingen also den Fluss entlang, bis vor uns dieser ganz spezielle Berg namens Machu Picchu lag. Unser Weg ging nun bergauf, weiter über rustikale Stein-Fels-Stufen. Es dauerte knapp 80 Minuten und war recht anstrengend. Die Besucher die uns entgegenkamen unterschätzten ihre Zeitangaben auf die Frage nach unserem verbleibenden Aufstieg, denn der Abstieg ist zeitlich kürzer und schneller. Jede Zeitangabe diente also eher nur unserer Motivation. Verschwitzt kamen wir dann irgendwann oben am Haupteingang an. Dort sahen wir auch die Busse wieder, die wir im Ort für die Fahrt nach oben hätten nutzen können. Aber… NEIN, alles gut so !! Unser Einlass war gebucht für die zweite Einlassrunde ab 1100 Uhr (die ersten Gäste durften ab 0700 Uhr die Anlage besuchen).

Kleine Hütte mit Trompetenblumen (so heißen sie doch, oder ??) und Heiligem.
Man muss schon erst mal nachdenken wie man seine Schritte setzt.
Immer dem grünen Pfeil nach, steil nach oben.

Als es dann soweit war, überschlugen sich unsere Blicke an diesem menschlichen Wunderwerk. Atemraubend !! So wunderschön und perfekt erhalten. Auch wenn pro Tag um die 1500 Menschen ( in der Nebensaison !) diese Stätte besuchen, fühlten wir uns nicht touristisch überlaufen. Die Anlage ist so riesig groß, das ein harmonisches Begehen möglich ist.

Diverse uniformierte Aufpasser hatten ihre Augen überall. Der Tritt auf gesperrte Wege und Rasenflächen oder das zu Nahe Herangehen an die ungefähr 15 Lamas (die sich ihrerseits komplett frei bewegten) wurde mit einem Pfeifenpfiff, bösem Blick und auch eindringlich-freundlichen Worten reagiert.

Man wollte gar nicht aufhören Fotos zu machen. Jeder Schritt eröffnete einen neuen begeisternden Blick, der festgehalten werden musste (für die digitale Ewigkeit in einer Cloud oder Speichermedium viel zu Schade). Die Genauigkeit der Steine, die Symetrie erscheint heute wohl unvorstellbar mit den Händen zu errichten. Die Realität übertraf die Vorstellung hier an dieser Stelle zu sein um ein vielfaches. Über den Sinn und Zweck dieser Stadt die im 15. Jahrhundert erbaut wurde, gibt es verschiedene Theorien. Tatsächlich existieren über sie keine Überlieferungen beziehungsweise wissenschaftliche Aufzeichnungen.  Als Rückzugsgebiet vor den eindringenden Spaniern, eine königlich-religiöse Zufluchtsstätte der Inkas oder eine Erholungsstätte der herrschenden Königsfamilie. Für Patricia und mich erschien alles möglich, denn wir sahen in den Ruinen diverse Geschichten sich abspielen.

Was soll ich sagen… eines meiner Lieblingsfotos.
Ein Klassiker.
Die Serpentinen für die Busse vom Fluss (rechts im Bild) zum Haupteingang.
Wir nahmen nach dem Eingang den Weg links hoch… und der zooooooooooooo-oooooooooooooooooooooooooog sich elendig lang und hoch bis zu diesem wiederum herrlichen Aussichtspunkt.
Blick in die Tiefe
Perspektiven überall ! Auf der Suche nach dem perfekten Foto.
Hier lief das Lama zumindest im richtigen Moment durchs Bild.
Blickwinkel mit natürlichen Felsen die den Weg vorn und auch rechts als Dach bilden (aus dem Haus mit Dach mittig hoch rechts wurde das Foto ‚Blick in die Tiefe‘ mit Blick durch die drei ‚Fenster‘ gemacht).

 

Es sei ein ganz besonderer Opfer- und  Wunschfelsen den man genau soooo berühren muss… sagte man. Ich weiß nicht ob Patricias Wunsch in Erfüllung ging. Sie hat’s versucht. Ich hab nur das Foto gemacht. Ich fühle mich für meine eigenen Wünsche selbstverantwortlich.
Blick – jetzt beim Schreiben hier stelle ich fest wie sensationell die Steine auch hier in- und aneinander passen.
jungermenschvoraltensteinen
WOW – ein sensationeller Blick. Ich gestehe, das wir gefühlte 10 Minuten warten mussten bis keine Touris mehr im Bild waren. Im nachfolgenden Video ist die Bahn im Tal zu sehen… links neben dem Fluss verlaufen die Schienen.

Ein weiterer herrlich schöner Blick in die Anlage (ich weiß leider nicht wie man den Herrn vorne per Fotoshop wegretouchiert).
SO setzt man Steine zu einer Mauer !!!
Das Lama rechts sprang von links rüber. Sah richtig gut aus !! Wir warteten ca. 15 Minuten, das es das Linke ihm nachtut. Mmmmh…
Noch eines meiner Lieblingsfotos !

Wir blieben knapp 5 Stunden auf diesem entsetzlich begeisternden Gipfel des ‚Alten Gipfel‘, so heisst MachuPicchu nämlich übersetzt. Schön das man ihn nicht unter seinem deutschen Namen kennt, denn er würde so viel Athmosphäre verlieren. Die gesamte Anlage gehörte nur den Besuchern. Kein Kiosk, keine wilden Händler, keine streunenden Hunde, kein Müll…

Zu Fuß gingen wir den Weg zurück wie wir ihn kamen. Dieser Blick eröffnete sich uns beim Rückweg auf Agua Calientes.
…reissendes Gewässer…
Unsere Rückfahrt hatten wir bequem gebucht… im Zug mit vielen Fenstern.

Wir konnten unserem Kopf einen weiteren Tag hinzufügen, mit einem der sehenswerten Orte unseres Abenteuerjahres. Einem Weltwunder, welches seinen Titel absolut verdient hat. In der Folgezeit las ich diverse Male über die angebliche Abnutzung der Anlage durch den Massentourismus. Ich empfand nicht, das die freien Wege der Besucher in irgendeiner Art die Anlage abnutzen oder beschädigen. Viele Wege sind aus dem massiven Gestein des Berges – eigentlich auf Jahrhunderte-tausende hinaus unkaputtbar. Zudem machen die Aufpasser einen wirklich guten Job. Also… liebe Leser dieser Zeilen… nutzt Eure Zeit und besucht diesen ganz Besonderen Ort !! Dieser kleine Punkt auf unserer Erde hat auch die Patricia’s Nazca-Worte verdient: „Oh mein Gott – unglaublich“. Denn wenn ihr schon mal hier seid, es gibt so viel zu sehen.

Zurück in Cusco genießen wir einen letzten Tag. Wir gehen zu meinem  Lieblingsbäcker (herrlich lecker trockenes Gebäck mit Fenchel und ich muss es hier mal sagen…: ich freue mich auf den heimischen leckeren trockenen Streuselkuchen !!), Cafe, gehen ins Kino für 1,70 Euro Eintritt und Popcorn für 1€ (Horrorfilm in spanischer Sprache (einfacher für mich, wegen ‚fehlender Handlung‘ und sprachlich schwierigem Dialog für mich)).

Der Tag geht zu Ende und unser Bus steht genau da wo er stehen muss. Also rein und weiter zu einem Erlebnis, welches ich persönlich schon seit langem herbeisehne…

Peru – Peru: Rainbow Mountain

Über eine Agentur buchten wir eine Tour mit farbenfrohem Ziel, namentlich ‚Rainbow Mountain / Regenbogen Berg‘. Es ging morgens um 0430 Uhr los, im Kleinbus über fünf Stunden in Serpentinen durch die Anden. Enge unbefestigte Straßen mit Blick in die Tiefe verängstigten eher ein wenig, ließen uns der berauschenden Landschaft aber phantastisch nahe kommen. Aufgrund der frühen Abholzeit gab es zwischendurch in einem kleinen Bergdorf ein Frühstück auf 3900 Meter. Ab der Endstation hieß es von 4100 Metern zu Fuß weiter auf 5200 Meter, für fast 2,5 Stunden. Indigene sind auf die Touris vorbereitet. Sie bieten neben übersichtliche Waren ähnlich eines Kiosk auch die Dienste ihrer gesattelten Pferde an, auf die man bequem auf den Berg getragen wird. Patricia und ich gingen zu Fuß. Irgendwie schien uns ein Ritt ohne Not zu peinlich. Anstrengend war es allemal. Unser Guide war vorbereitet mit Kokablätter, erfrischenden Gerüchen (die man mit der Hand in Gesicht und Nacken brachte… ich überlege gerade… war es 4711 ??) sowie positiver Ansprache.

Nicht unser Bus… aber dieselbe Straße.
Stop in kleinem Ort zum Frühstück.
Der junge Kerl verschwand mehrfach hinter der Mauer, während er diese Touristen in seinem Ort beobachtete.
Frühstück
Die Bewohner beim Alltagsplausch. Die Mützen mit Schal sind lustig, woll ?!
Erst dachte ich die Häuser sind einfach nur uralt, unbewohnt und wurden einfach nicht weggeräumt…
…bis ich dieses hier sah.
Viele mühsame Schritte führen zum Gipfel.
Wenn unterwegs auf 4-5000 Metern mal ein Bedürfnis ansteht sind auch mal zwei nötig – zum Zuhalten der Tür.
Mit ’nem fröhlichen Lied auf den Lippen gehts vielleicht einfacher… ?!
Es war nicht nur hoch auf’m Berg, sondern auch kalt auf’m Berg. Daher Respekt vor dem Schuhwerk der indigenen Dame.
Sie waren für’s Futter der Pferde zuständig. Übrigens, die Dame rechts trägt keine Decke auf dem Kopf, es ist ein traditioneller Hut.
Diese Sanadalen.. entweder so oder mit Gummistiefeln.
Unser Guide, der sich ein aromatisches hochprozentiges Kräutergemisch in die Hände rieb und uns schnüffeln lies. Erfrischend und leicht (!!!) berauschend.
Da ist’s wieder: die Kopfbedeckung sowie Sandalen und alles was Touris so benötigen auf 5200 Metern Höhe. Die Steinwand im Rücken dient nicht nur zum anlehnen, sondern auch dem Schutz gegen den vorherrschenden Wind.

Die Indigenen dieser Berge haben eine ganz besondere Kopf-, Gesichtsform und -zeichnung. Nicht farblich. Sie sehen halt ganz speziell aus. Manche sogar sehr interessant und gut aussehend.

Am Ziel ganz oben erwartete uns ein Bergmassiv, welches sich aufgrund der besonderen Mineralien in verschiedenen Farben zeigte, ähnlich eines Regenbogens halt. Auch wenn der Himmel grau in grau war, so war der herrliche Bergblick dank der Anstrengung ein ganz Besonderer.

Rainbow Mountain, grauer Himmel, farbiger Boden
So siehts bei gutem Wetter laut Werbung aus.

Der Weg zurück war natürlich entspannter und schneller. Im Bus schliefen die meisten nach wenigen Minuten. Auch wir sagten des Abends schnell Hallo zur Matratze, denn am Folgetag stand etwas GROSSARTIGES bevor.

 

Peru – Peru: Nazca, Cusco

Erneut geht es mit dem Bus in den frühen Abendstunden weiter. Die Fahrt zeigt uns viele Stunden endlose Kilometer trockene trostlose Landschaft.

Während der Busfahrt. Trostlose Gegend mit tröstendem Sonnenuntergang..

Irgendwann kommen wir Vormittags in Nazca an.

NAZCA ??

Nie gehört ??

Nazca, ein kleiner Ort, der WELTBERÜHMT ist !!

Leute strengt euch an !!

Wirklich jetzt ??!!

Nicht wegen des Ortes heute sind wir hier, eher wegen der mystischen Dinge die ihre Vorfahren taten. Das aber erst morgen. Wir sahen uns erstmal das eher harmlose und langweilige Kaff an, genossen Kaffee und Kuchen, langweilten uns, aßen zu Abend, langweilten uns und gingen dann ins Bett, …nein kommt jetzt nicht ! Am Folgetag checkten wir bereits wieder aus und deponierten nach dem Frühstück unsere Rucksäcke im Hotel. Um 1100 Uhr wurden wir abgeholt und zu einem kleinen Flughafen gefahren. Dort ging es nach wenigen Minuten direkt in einen 4-Sitzer, also kleine Propellermaschine. Pilot, Co-Pilot, Patricia und… ich. Echt kleines Teil der Flieger. Wir heben ab und gleiten motorisiert über die Nazca-Wüste um uns die seltsamen endloslangen Linien und riesigen Abbildungen aus 500 Meter (oder waren es mehr ?) Höhe anzusehen. Gut 30 Minuten lang fliegen wir über die mehr als tausend Jahre alten in den Boden gebrachten / gekratzten Figuren. Wir fliegen mal links herum, mal rechts herum. Jedesmal so schräg, das wir einzeln nur dem Flügel auf unserer jeweiligen Seite entlang schauen müssen, um das entsprechende Bild auf dem Boden zu erkennen. Sehr Kundenfreundlich. Einfach sensationell !! Für mich leider nur die ersten 15 Minuten. Danach kann ich zwar noch alles sehen, kämpfe aber intensiv mit meiner Übelkeit. Hab ich intensiv gesagt ?? Ja, genau so war’s… INTENSIV ! Eine ‚freche Zunge‘ behauptet, ich hätte ausgesehen wie die Farbe der speziellen Tüte in meiner Hand. Ich kann mich daran erinnern das mir so übel wie seit unendlich vielen Jahren nicht mehr war. Mein Kreislauf hatte sich ohne Absprache mit mir… auf Amok geschaltet. Nach unserer Rückkehr im Hotel hatten wir nach dem CheckOut morgens kein Zimmer mehr, sodass ich an der Rezeption für knapp 2 Stunden auf der Couch notlagerte und regenerierte. Puh, das war ein Erlebnis. Will man nicht. Die Empfindungen Patricas will ich nicht verbergen. Sie hatte KEINE Flugprobleme. Sie schildert den Flug und die Aussicht anfangs als  ‚Ohhh mein Gott‘  und  ‚unglaublich‘ !!  Der Ausblick auf die Nazca-Linien war einfach nur überirdisch !

Kleiner Böser Flieger, zeige mir meine Grenzen.
Noch  lachen  SIE  –  also  ICH   – NOCH  lache  ICH !!

Sucht Ihr Lieben… Scrollt Ihr Lieben… Ihr werdet ihn finden… den Affen ! Er ist mit speziellem Schwanz komplett 135 Meter groß.
Der Astronaut… 80 Meter hoch (glaub ich) !!
Ein Kolibri, mal anders dargestellt. Seine Flügelpannbreite beträgt 66 Meter.  Ich kann mich für ihn so begeistern, das er wohl ein Tattoo werden wird, kleiner…

Den deutschen Schriftmedien (Danke Rolf für das aufmerkame Studium der heimischen Lektüre) konnte entnomen werden, dass in den Tagen unseres Aufenthaltes dort, ein heimischer LKW-Fahrer über das Gelände der riesigen Erdzeichnungen fuhr und eine hundert Meter lange ’neue Spur‘ zeichnete. Idiot !! Er wurde eingesperrt. Wie lang weiß ich nicht.

Leicht erholt saßen wir, also erneut eher ich, denn Patricia ging es ganztägig gut, abends wieder im Bus. Cusco war nun unser Ziel. Eine alte Stadt mit viel Flair und Gemütlichkeit auf knapp 3500 Metern Höhe. Sie zu begehen war sehr spannend. Alte enge Gassen, historische Gemäuer, eine Prozession, Streetfood mit leckeren Würstchen und gegrillten Meerschweinchen begeisterten und entsetzten unsere Augen und weiteren Sinne. Im zentralen Markt aßen wir oftmals frisch und lecker für kleines Geld (1,40 € mit Suppe, Hauptgang und Getränk). Ab Cusco begleitete mich etwas für die folgenden 4 – 6 Wochen. Cusco und auch die nächsten Ziele unserer Reise lagen alle auf einer Höhe von 3000 – 5500 Metern. Wir nahmen Tabletten gegen die Höhenkrankheit und aßen dauerhaft Koka-Blätter (man kauft sie getrocknet für kleines Geld, stopft sich 5 Stück in den Mund und mit Speichel wird es zu einer Masse, die dann in der Backentasche verbleibt. Alle 20-30 Minuten legt man ein paar neue Blätter nach. Wenn die Masse zu groß wird… spuckt man sie aus. Das fühlbare Ergebnis ist eine leichte Betäubung der Mundhöhle, ähnlich wie bei Lutschtabletten bei Halsschmerzen).  Diese Kokablätter halfen ! Patricia kam mit den Umständen besser zurecht als ich. Dieses brasilianische Mädchen vom Meer ist besser für die Höhe geeignet als ich vermutetet. Gut gemacht !! Gegen die häufige Kurzatmigkeit half meist nur sich langsamer bewegen… oder neue Kokablätter kauen. Jeden Morgen mit trockener, verkrusteter Nase aufzuwachen und … ich sag mal wie es ist: blutige trockene Rotze – machten mir keinen Spass. Aber die Abenteuer warteten hier auf uns. Also Koka, Taschentücher und Nasenspray und … durch.

Polizei-Motorradstreife a la Cusco
Streetfood, bolivianisch rustikal
Karneval ist nicht mehr lang hin in Cusco. Der örtliche „Böse Nubbel“ hängt schon, hier sogar an der Post (Foto ist von Februar).
Straßenmarkt.
Detailaufnahme Straßenmarkt mit typischen Frauen des ländlichen Perus.
Mitgebrachte Kinder der Marktfrauen beschäftigen sich…
Durch das Tor ein paar Meter und es kommt links der ‚Mercado Central‘. Knapp daneben die Kathedrale mit der im nachfolgenden Video gezeigten Prozession.

Die armen Jungs haben richtig schwer zu schleppen. Der im Video kurz sichtbare Tisch wird vorweg getragen, um bei einer Pause die Heilige in passender Höhe abszustellen. Damen drumherum bewerfen die Heilige dauerhaaft mit Blüten, die in diesen Tagen an fast jeder Ecke der Innenstadt verkauft werden.
Obstgasse im Markt, links und rechts viiiiiiiele sehr kleine Stände, die ausschließlich leckere frische Obst- und Gemüsesmoothies zubereiten.
Ältere Dame im Maisnest.
Korb mit Maissorten (besonders farblich so noch nie gesehen). In Bolivien gibts später Popcorn von den großen weißen Maiskörnern, mittig im Hintergrund.
Um den Zentralen Platz reihen sich diverse herrlich schön alte Gebäude, mit Gängen und Holzvorbauten, die oftmals einem Cafe / Restaurant als Balkon zugehören.
Blick von einem der Balkone auf den zentralen Platz, Plaza del Armas.
Blick vom Plaza del Armas
Beide konnten nicht widerstehen.

 

Cusco darf man gerne als Sehenswert beschreiben. Man kann sich hier sehr wohlfühlen. Einige besondere Sehenswürdigkeiten in der ‚Umgebung‘ erfordern jedoch größere Organsisation bzw. Aufwand… wie z.B…

 

Peru – Peru: Mancora, Trujillo, Lima

Die Grenze nach Peru können wir zügig überqueren. Wir machen einen kurzen Stop, stellen uns in der Schlange an und erhalten nach 10-15 Minuten unseren Stempel. Na Super, geht doch ! Um 02:30 Uhr sind wir am anvisierten Ort namens Mancora. Es ist eine übersichtliche Ortschaft direkt am Strand. Am wirklich kleinen Busbahnhof, der seinen Namen nicht wirklich verdient steigen um die sechs Gäste aus. Der Bus fährt zügig weiter nach Lima. Mit einem Tuctuc fahren wir zum gebuchten Hostel. Aufgrund fehlender www-Verbindung in den letzten Tagen und einhergehender Kommunikation mit dem Hotel müssen wir nun gefühlte 30 Minuten fleissig klopfen und Lärm machen, bis man uns wahrnimmt. Die Athmospähre um uns herum ist Mystisch. Wir stehen auf Sand. Hören das Meer. Keine Menschenseele um uns herum, bis plötzlich neben uns ein Bus-Mitreisenden auftaucht, der zu Fuss den Weg zum Strand suchte. Er wollte dort schlafen, erkannte uns wieder und hofft nun auf eine bessere Bleibe. Ein verschlafener aber freundlicher Mitdreissiger öffnet wenige Momente später das große Tor.

Wir drei erreichen unsere Ziele. Er bekommt einen angestrebten Hängemattenplatz. Wir ein Zimer, welches das eigentliche Schlafzimmer des Vermieterpaares ist. Da auch das Kinderzimmer vermietet ist, schläft die gesamte Familie im Zelt hinter dem Haus.

Das Wohnhaus selbst ist eine spartanische Konstruktion aus Bambus. Von innen nur löchrig mit Zement verputzt. Der Boden ist geglätteter Beton. Die Familie sehr arm. Wir haben Glück, denn unser Zimmer war nächtens frei, sodass wir uns direkt noch in freie Betten legen konnten.

Unser Tag beginnt nun mit einem netten Gespräch und unerwarteten Frühstück mit den Landlords (ich mag dieses Wort für Vermieter immer noch). Wir erkunden anschliessend den Ort und den Strand. Wir hören auf die Empfehlung einer lieben Freundin namens ‚Franzi‘ (LG aus P) und probieren ‚PiscoSour‘, ein spezieller Drink, der auch RICHTIG lecker schmeckt. Sowohl der erste als auch weitere die folgen. Wir genießen entpannte Spaziergänge am Strand und den Genuss weiterer PiscoSour beim Sonnenuntergang.

Unsere wirklich sehr einfache Unterkunft, mitten im Nirgendwo…, komplett einfach aus Bambus errichtet.
Unser Schlafgemach, das Elternzimmer (Die Wände bestehen aus in Streifen aufgeschnittenen Bambus, teilweise einseitig mit Mörtel beschmiert)
Das Bad mit teilweiser Durchsicht nach draussen (siehe Wasserleitung Dusche, Ecke der Dusche, Gewebe auf Bambus meist sichtbar)
Der Blick direkt neben dem erwähnten Tor zur Unterkunft.
sundown so beautiful…
sundown so beautiful…
so beautiful-lady-pisco sour-sundown-so beautiful…

Es geht mit einem Nachtbus weiter nach Trujillo. Dort kommen wir angenehm morgens an und stellen unser Gepäck beim Busunternehmer im Büro ab, da wir abends bereits weiterfahren wollen. Hört sich stressig an, ist es aber nicht. Stress wäre hausgemcht. Unsere Reduzierung von Kleidung und Schnickschnack auf das Wesentliche vereinfacht den Alltag auf so einer Reise sehr !!

Wir besuchen Ausgrabungen die von einem englisch sprechenden Guide namens Ricardo begleitet werden. Er ist äußerst freundlich und spricht neben spanisch und englisch sogar deutsch, ein wenig deutsch. Sein bester Freund habe kurze Zeit in Deutschland gelebt. Von ihm habe er unter anderem seinen Lieblingssatz gelernt:   ‚Hau ab Du Penner !‘.  Lustig wie er das sagt.   Fussballbegeistert freut er sich, dass Claudio Pizarro („schon ein bisschen alt“) in Köln spielt.

Unser Erklärbär Ricardo.
Das Bild zeigt die 4. Etage. In jeder Etage wurden Gläubige begraben. Wenn die Gräber eine gewisse Höhe hatten wurde eine neue Ebene geschaffen und es begann von vorn.
Wenn man ins Bild scrollt erkennt man die fleissige Arbeit von vermutlich sehr sehr  v i e l e n  fleissigen Maurern, die diese Riesenanlage errichtet haben.

Unser Rückweg führt an der Straße zu einem Stand, wo wir Maisbier probieren dürfen. Kein Reinheitsgebot – aber echt lecker das Zeug ! In einer einfachen rustikalen aber gemütlichen Bar einige Meter weiter machen wir eine Pause. Die Betreiber sind drei Brüder, die direkt einer indigenen Linie abstammen. Einer guckt uns dauerhaft an und scheint von unserem Deutsch begeistert zu sein. Der Jüngste mit ca. 45 Jahren macht den DJ, spielt Rockklassiker der 70er und 80er und ist bei jedem neuen Song an unserer Meinung interessiert. Der Mittlere erklärt, das er vor Jahren eine Künstlerin aus Berlin durch die peruanische Kunst und Kultur geführt habe. Seit kurzem sind sie beide nunmehr verheiratet. Er stehe vor seiner ersten Reise nach Berlin, wo seine Frau derzeit eine Ausstellung habe. Irgendwann heißt es auch hier auf Wiedersehen… maybe in Berlin … und mit dem Taxi geht’s zum Busbahnhof. Dort startet unser Nachtbus nach Lima.

Die Verkäuferin des Mais-Bier trinkt aus einem ortsüblichen Behältnis, einer Kalebasse.
Beide mussten bis 2018 warten um zu erkennen, das sie eine Gemeinamkeit haben: Indigen aus Peru und Indigen aus dem Sauerland. Beide in Migranten verliebt.      Achso… beide mögen auch Bier.

In Lima kommen wir ausgeruht an. Unsere Plätze hatten bequeme 180-Grad-Liegesitze. Augenscheinlich ähnlich den 1. Klasse-Plätzen im Flugzeug. Wirklich !! Uns erwartet in Lima eine Großstadt mit modernem Leben. Wir erkennen, das Peru heiß auf die Fußballweltmeisterschaft in Russland ist, denn sie dürfen nach 36 Jahren wieder daran teilnehmen. Überall werden Trikots im Original und als Fälschung verkauft und getragen.

Wir probieren unterwegs ‚Inka Cola‘. Ein chemiegelbes Getränk, welches von einem britischen Imigranten 1910 dort erfunden wurde. Der Hauptbestandteil ist der Zitronenstrauch. Es schmeckt süß und irgendwie nach Kaugumm. Es hat hier und den angrenzenden Lädern einen größeren Marktanteil als Coca-Cola.

IncaKola – nun ja … steht ja drauf !!

Eine ‚free walking Tour‘ soll uns Lima näher bringen. Eine 10-Millionen-Stadt braucht wohl eine Führung. Mit 13 anderen Touris spazieren wir durch die Stadt und erfahren mehr über historische Bauwerke, politische Karikaturen, Kirchen und einer Statue, wo die Franzosen Mist gebaut haben.

Der Treffpunkt zur Tour war eine Kneipe mit diesem Regal. Wer suchet der findet auch was Leckeres aus seiner Heimt… !!
Der Zentrale Platz in Lima mit historischen Gebäuden. Alles unter den Augen der Obrigkeit.
Man sagte das es eines der ältesten Eingänge religiöser Kathedralen auf der Erde sei, oder so ähnlich…
Sah einfach nur cool aus mit … ALLEM !
Straßenbild, in der Ferne blau… rechts rot.
Die Peruaner liessen an diesem Platz eine Statue errichten. Teil dieser Statue ist die abgebildete Dame. Der Auftrag sie herzustellen ging an talentierte Bildhauer und Bronzegiesser in Frankreich. Man beschrieb im Auftrag das die Dame einen Helm trug mit ‚Chama‘ obenauf.  Die Franzosen dachten, das ‚Chama‘  Lama  bedeutet (vielleicht wars in undeutlicher Handschrift niedergeschrieben ??) und designten ein Lama auf den Helm. Chama bedeutet jedoch… Flamme.  Die Peruaner dürften bei der Lieferung überrascht geguckt haben… Ich fands witzig !

In Lima bewegen wir uns motorisiert immer mit Uber von A nach B. Manch ein Fahrer schien so jung das wir ihn fragen wollten, wieso er nicht in der Schule sei. In vielen Großstädten stehen sich Taxi und Uber eher verfeindet gegenüber.  Wir erfuhren später von einer bösen Schlägerei in Manaus in Brasilien. Hier in Lima war es eher so, das ein Taxifahrer sich auch über Uber mieten ließ. Also alles entspannt. Leider gibt es Uber in Deutschland nicht / noch nicht. Es wäre eine Bereicherung für Nebenjobler und Kunden. Das amerikanische Unternehmen erhält je Fahrt 20 % des Fahrtpreises. Wir haben in diesem Jahr KEIN negatives Erlebnis mit Uber gehabt. Oftmals gab es Bonbons, Erfrischungstücher, Wasser, Wifi per Hotspot  oder sogar aktuelle Lektüre. Wenn wir wussten das längere Fahrten anstanden, haben wir uns die Handy-Nr eines Fahrers notiert und ihn per whatsapp zu seinen Gunsten ohne den 20%-Abzug gebucht.  Ich musste oftmals an Taxifahrer in Köln denken, die nur bedingt deutsch sprechen oder ihre Freundlichkeit / Aufmerksamkeit zu Hause gelassen hatten. Ich denke Uber täte uns gut.

Wenn wir über UBER einen Wagen buchten (und das taten wir sehr oft) sieht es so aus:  Alvaro ist mit dem Fahrzeug (hier ein chinesisches Modell der Automarke ‚Great Wall‘) und Kennzeichen in 9 Minuten an unserem eingegebenen Abholort. Erst dort erhält er dann systembedingt unseren Zielort. So wird sichergestellt, das ein Fahrer ein kurz entferntes Ziel oder eines wozu er keine Lust hat… nicht ablehnt. Das ich das hier zeige dient nicht nur der geschilderten Info, sondern auch dem dargestellten Bild der Anfahrtstrecke. Ich fands originell. Es sieht aus wie ein Tierkopf.
Die seltsam anmutende Schlangendame ist komplett aus Pappe hergestellt und steht am Eingang einer originellen Galerie.
Diese große Wandmalerei begeisterte uns Besonders !!
Was wir so alles im Kopf haben. Ein peruanischer Künstler sieht das so.

LIMA … es hat Spass gemacht bei und mit Dir !    Gracias !

Guayaquil (sprich: guayaquil)

Unser Rückflug aufs Festland von diesen wunderschönen GALAPAGOSinseln geht nach Guayaquil, im Süden gelegen mit ca. 2,5 Millionen Einwohnern die größte Stadt Ecuadors. Unser Hotel haben wir vor Ort ausgesucht. Mit Rucksäcken bepackt spazierten wir durch das Zentrum. Das Hotel Brüssel zog unss an da wir Brüssel sehr mögen. Davor saßen zwei Heranwachsende und machten irgendwie keinen vertrauenswürdigen Eindruck. Wir gingen hinein. Keiner da. Die beiden Burschen kamen nach und waren die Freundlichkeit in Person. Alles gut. Wir frühstückten meist im Restaurant nebenan. Beim morgendlichen Kaffee hasteten drei fleißige fast hyperaktive Kellner umher. Eine alte Dame saß an der Kasse hinter Gittern. Ein erwachsenes Dickerchen mit Mädchengesicht an der Essensausgabe. Es läuft entweder laut Radio oder laut TV mit religiösen Sendungen und entsprechenden Liedern, ebenfalls laut. Keine wirkliche Kirchenmusik, eher ganz billiger Pop mit Gottestexten. Alle Angestellten singen laut mit. Die Kellner bewegen sich tänzerisch dabei. Fühlen sich unbeobachtet. Ich schmunzel … unbeobachtet. Lustig und liebenswert.

Am weniger schönen Fluss gibt es eine sensationell lange Promenade mit top angelegten Grünflächen, Lokalen, Bars, Spielflächen für Kids, Kinos… Patricia und ich haben vergleichbares im Sinne der Bürger einer Stadt so noch nicht gesehen. Respekt Guayaquil !! Auch der nahe Park ‚Seminario‘ mit gefühlt 100 Leguanen und Eichhörnchen macht Spaß eine Pause einzulegen. Manchmal muss man sich halt Zeit nehmen um Zeit für Nichts zu haben.

Ich darf vorstellen:   Simon Bolivar und Antonio Jose Sucre ‚Helden der Nation‘ – aus Bronze, spanisch sprechend, komisch gekleidet, groß und tot. Patricia K.A.d.S. – ‚Meine Heldin‘ aus Fleisch und Blut, vielsprachig, bekleidet und äusserst lebendig.

Wir gehen meist viel zu Fuß, nutzen hier aber auch den Bus, der für eine normale Fahrt lediglich 24 Eurocent kostet. Unser Essen nehmen wir im Mercado Central. Ein frisches leckeres Almuerco ( = Mittagessen) für 150 Eurocent. Wir ennttdecken einen Friedhof mit ‚Hochhäusern‘. An diversen Ecken der Stadt entdecken wir sie auch hier wieder… die Zeugen Jehovas ! Wie immer gut frisiert und adret gekleidet. Schon seltsam.

Im Park ‚Seminario‘ …
auch im Park… beide zutraulich wenn es was zu fressen oder zu entdecken gab.
Blick vom Leuchtturm auf vielfach präsentes freundliches polizeiliches Sicherheitspersonal, Fahne Ecuadors, Kapelle und bunte Häuser in Guayaquil (wir vermuten die Favelas/Slums/Armenviertel).
Örtliche Feuerwehr in tollem Gebäude (und es gibt da diesen Typen der im mittleren Tor rechts steht, bzw. worauf steht er mit seinem linken Bein ?? Das kenne ich so nur aus der Werbung von Captain Morgan…).
Apropos Captain Morgan… sein Schiff liegt auch hier !  Namensschild am Heck !
Auf dem Weg in der Stadt bemerkt: Polizeipolizistenwaffenmagazinaufnahme ohne Magazin… (da, das kleine dunkle rechteckige, da gehört es eigentlich rein !)
Bei diesem Blick hatte ich ein DejaVu nach Köln… Laden war leider zu, hätte gern mal nachgefragt.

 

Guayaquil… waren nur kurz bei Euch. Aber es gefiel !!

Ecuador… Danke das wir deine Gäste sein durften. Entschuldigt die anfänglich

Erneut sitzen wir des Nächtens in einem Bus um weiter in den Süden Südamerikas zu gelangen.   Peru wartet.   Soll toll sein…

Was haben die verzauberten Inseln mit wulstigen Kriechtieren, einer Heldentat und dem Besuch von Onkel Charles zu tun ?! – plus NEUES Video !!

Einen Ort der Patricia und mir nur im TV und aus der Literatur zugängig war bekam nunmehr eine spürbare Nähe. Wir flogen auf die Galapagosinseln, ca. 1.000 km vom Festland entfernt. Sie wurden 1535 vom Bischof von Panama auf dem Weg nach Peru versehentlich entdeckt. Man landete dort und suchte Trinkwasser für die Weiterreise. Es starben zwei Seemänner und einige Pferde während der Suche. Da man so weit auf dem Ozean keine Inseln vermutete und die starke Strömung zwischen den Inseln den Eindruck auf die Seeleute machte, das die Inseln ständig ihre Position veränderten, benannte man sie anfänglich als ‚verzauberte Inseln‘. Erst im 19. Jahrhundert wurden sie wegen der Riesenschildkröten als Galapagosinseln benannt (bei einigen Schildkröten sieht der Panzer aus wie ein gewölbter Sattel, was als Wulstsattel übersetzt galapago heisst). Seeräuber machten sich die Inseln als Zuflucht in den folgenden Jahrhunderten zu Nutze, nachdem sie mexikanische Handelsschiffe überfallen hatten. 1835 setzte der britische Wissenschaftler Charles Darwin seine Füsse auf die Inseln und forschte und forschte und forschte. Auch hier sammelte er Eindrücke für seine Evolutionstheorie.

Viele viele Tage später landeten Patricia und ich auf der Insel ‚San Cristobal‘. Unsere Unterkunft war eines der beiden Kinderzimmer der Gastfamilie. Wir im Zimmer des 10-jährigen Sohnes. Nebenan im Mädchenzimmer Marlen und Marcel aus Berlin. Zwei liebenswerte Weltenbummler, soweit sie eine Minute Zeit haben. Wir freundeten uns an und erkundeten die Inseln gemeinsam. Kleine wie große Tiere über und unter Wasser zeigten sich uns. Riesen Landschildkröten oben und Hammerhaie unter Wasser (das nachfolgende Video ist nicht von uns, ähnelt der Sitauation jedoch sehr), sowie eine Seerobbe und Hai in ihrem Alltag (Video ist original). Ein Fischschwarm wie ein Ballon !!! Leguane und besondere Krebse tun meist nichts. Rochen schwimmen im Verbund. Seelöwen kuscheln, balgen und saugen in Gruppendynamik. Wir probieren unbequeme natürliche Schutzanzüge aus, gehen und krabbeln in Lavatunneln. Diese besondere Natur immer um uns herum. Onkel Charles Darwin lässt grüssen, auch als Statue mit Ausblick. Wir begeistern uns. Ein kleiner Canyon mit klarem Wasser erfrischt und macht Spaß.

Mr. Robert Charles Darwin alias Onkel Charles. Was er mit seiner rechten Hand andeuten mochte weiss ich nicht ? ‚In diese Richtung gehts !‘  ‚Drink bitte !‘ oder er hat nur seine Taschenlampe oder den Seesack verloren …

Vielfach schon in diversen Medien gesehen… nun auch im Oiginal ! Ein Schwarm ‚tausender‘ Fische die sich in ihrer Gesamtheit bewegen. Atemraubend.

NEU:

Nachfolgendes Video habe ich heute noch gefunden. Es entstand, als wir auf dem Weg zum TauchSpot fuhren. Die Delfine begleiteten uns ca. 10 Minuten.

Rochen im Verbund, gesehen vom Bootssteg aus

toller kleiner Canyon mit kühlem, äusserst klarem Wasser
Wir… in tollem kleinen Canyon mit kühlem, äusserst klarem Wasser
Kleiner Fischmarkt mit hungrigem tierischen Besuch.
Rechts vom Fischmarkt war eine Bank. Manche Nutzer waren auch mit gutem Zureden nicht zum Rutschen zu bewegen. Es gab keinen Übersetzer für Mensch-Tier. Im Hintergrund Lady in weisser Short.
Es lohnt sich näher ran zu gehen: Lady in Short auf Augenhöhe mit ‚Fischräuber‘
preisgünstiger und praktischer Fahrradständer
Ob Darwin das meinte mit seiner Evo-Theorie ?
Ohne repräsentative Beobachtungen kam ich zu dem Eindruck das sie meist zu 80 Prozent des Tages genau das abgebildete tun- nichts !!

Drei Tage später ging es zusammen mit einer Fähre auf die Insel ‚Santa Cruz‘. Eine Vielzahl von schönen Momenten waren auch hier unsere ! An den meisten Stränden warteten bereits Ranger auf uns, also nicht auf uns vier persönlich. Sie passen lediglich auf, das nichts verunreinigt wird oder Tiere angefasst oder gefüttert werden. Es wurden extra einfache ‚Garderobenständer‘ im Boden eingelassen, damit nichts in die Bäume gehängt wird. Auch darauf ist das Auge der sympathischen Obrigkeit gerichtet, denn ich bekam den Hinweis. Ich hatte die Gaderobenständer gar nicht bemerkt. Sorry. Um 1700 Uhr ist Schluss mit Baden. Freundlich und bestimmt werden alle angewiesen doch nun zu gehen.

Bei der Annäherung musste man langsam und aufmerksam sein. Fühlten sie sich gestört wurde man kurz und spritzig angerotzt. Ungefährlich, ekelig aber man überlebt es … ich weiss es !
Baden bedenklich.
Harmonisch ausgebauter Fußweg in die/der Natur.
Auch mal mit Geländer, damit man den Blick auf das Wesentliche nicht versäumt.

Wir vier leihen uns Fahrräder und buchen ein Taxi. Alle Taxen hier sind PickUps. Aufgrund der Temperaturen verstauen wir unsere Räder auf der Ladefläche und lassen uns auf den höchsten Punkt der Insel bringen. Mit privaten PKW darf man mit Touristen nicht ins Hochland fahren – verboten. So bekommt jeder was ab vom Touri-Kuchen. Von oben machen wir es uns bergab auf den Rädern bequem, begeistern uns für die Landschaft, besuchen Landschildkröten und begehen Lavatunnel. Die riesigen ruhigen Urviecher sind alle diversen Meter zu sehen. Sie schlafen, fressen oder gucken oder sind einfach da. Kommt man ihnen zu nah ziehen sie den Kopf ein und fauchen. In einem Lokal auf einer Ranch befinden sich mehrere ‚leere‘ Schildkrötenpanzer.

Gute Räder auf bequemen Wegen und angenehmen Temperaturen. Ein sehr entspannter Ausflug !!
Zwei Kröten mit Schnute im Schilde: Marcel und Jürgen.   Schnute hieß übrigens ein BerlinerBär im Berliner Zoo (Gruß an M und M aus B.)
Vor tausenden Jahren bahnte sich Lava seinen Weg und hinterliess diesen Tunnel, der hier 7-9 Meter hoch ist. Manch Gestein in fast Kleinwagengrösse lag  abgebrochen auf dem Boden (augenscheinlich frisch abgebrochen  –  der Kopf denkt schon mal recht verrückte Dinge – … komisch komisch).
Manchmal musste man auch runter auf die Knie und noch tiefer.
oder auch so

Das gefühlte Highlight ist jedoch unsere gemeinsame Heldentat !! Die ‚Rettung‘ einer Landschildkröte. Bei der herrlich abschüssigen Rückfahrt sehen wir eine Riesenschildkröte auf der Straße. Der Verkehr fährt umständlich um sie herum. Als wir näher kommen, sehen wir eine große Schildkröte mit geschätzten 120 kg Lebendgewicht, oder so. Wir halten alle an und wissen nicht so recht wie wir damit umgehen sollen. Eine Autofahrerin hält an und sagt, das wir nichts tun sollen, denn die Tiere fänden ihren Weg allein. Okay, wenn sie das sagt. Wir beobachten dass Geschehen weiter, fühlen uns aber nicht wirklich gut dabei. Es hält nach wenigen Minuten ein Motorrad neben uns. Der Fahrer trägt eine Uniform. Es ist ein Ranger. Er sagt zu uns, das heute unser Glückstag sei. Es ist normaler Weise verboten Schildkröten anzufassen, aber wir dürften heute das und ihr sogar helfen. Zu viert bemühen wir uns das schwer Tier zu erfassen. Gar nicht so einfach. Sie zieht ihren Kopf ein, ist verängstigt. Ihre hart geschuppten Beine versuchen unsere nahen Hände am Panzer wegzudrücken. Aber wir tragen das schwere Tier in einen grünen Seitenweg, von wo aus sie ungefährlich ihren Weg fortsetzt.
Der Ranger bedankt sich mit Handschlag, wiederholt unseren Glückstag und fährt davon. Wir vier fühlen uns irgendwie glücklich und ein wenig stolz. Haben wir gut gemacht ! Für manch einen mag es albern und kindisch klingen, das wir uns so gut fühlen eine Schildkröte von der Straße getragen zu haben !? Wenn man sich hier auf den Galapagos theoretisch, optisch und praktisch mit den Dingen der Natur beschäftigt, übermannt einen eine gewisse Faszination.
Um es nochmal festzuhalten…. Alles richtig gemacht !!!

Die Galapagosinseln bestehen aus einer Vielzahl von Inseln. Weitere Inseln zu bereisen wäre lohnenswert (das war das wohl was Du fragen würdest – Katharina !?) engt aktuell aber unsere zeitliche Organisation und ebenso die Euros ein. Inseln sind im allgemeinen meist recht teuer. Alles kostet tendenziell mehr. Ecuador sieht die Galapagos als Naturpark und nimmt schon bei der Einreise 100 US-Dollar Eintritt plus 20 Dollar Gebühren. Jede Insel verlangt zudem 30 Dollar Hafengebühr – pro Person versteht sich.

Dann gab es da noch dieses ‚Gerücht‘. Einheimische erzählten uns, das sich die ecuadorianische Regierung von China eine Menge Geld geliehen habe. Sollte der Kredit nicht rechtzeitig zurückgezahlt werden, würden die gesamten Fischereirechte um die Galapagosinseln an China fallen. Leider habe ich im www dazu nichts konkretes gefunden. Ob das nun ein gutes oder schlechtes Zeichen ist… ?! Entsetzlich wäre die Vorstellung allemal.
Leider müssen wir uns nun von M und M trennen. Hat Spaß gemacht mit Euch ! Danke ! Wir bleiben digital in Kontakt, denn ihr kommender Weg ist unser gegangener und genau umgekehrt. So helfen wir uns gegenseitig auf den ansthenden Reisen.

Unser Flug bringt uns in die größte Stadt Ecuadors…