Peru – Peru: Machu Picchu

Eine weitere kurvige Busfahrt führt uns tagsdrauf 6 Stunden durch andere Serpentinen der Anden, und die Anden hat viele davon ! Ein nächtlicher Erdrutsch an einer Bergstrasse verursachte einen Stop. Hilfreiche Hände bastelten mit Schüppen und Allradwagen einfach über dem abgegangenen Erdreich einen neuen Fahrstreifen. Sah nicht wirklich vertrauensvoll aus… funktionierte aber.

Eng an der Wand – nah am Abgrund
Mittig ist der Erdrutsch zu sehen und auch die neue Fahrspur die die ersten Mutigen fuhren.
Bushaltestelle um die Touris in die MachuPicchu-Wildnis zu entlassen.

Diverse Busse schütteten mehrere Hundert Touristen auf einem Parkplatz aus, genau im Ort Hidroelectrica. Von dort ging es zu Fuß immer den Bahnschienen entlang nach ‚Warmes Wasser‘ (= Übersetzung von Aguas Calientes). Dort hatten wir ein Hotel gebucht. Trotz der vielen vielen Menschen auf und neben den Gleisen war es harmonisch, sonnig und alle gut gelaunt. Wir hatten ein gemeinsames Ziel: Machu Picchu.

YES – wir waren dort !!
Immer schön den Gleisen entlang, auch mal schnelllllllll durch einen Tunnel.
Links rum.. weisste Bescheid.
Machen alles mit… ja die Schuhe auch… aber auch die gutaussehenden beiden Herrschaften mittig im Bild.
Pause…? Ja, aber nur fürs Foto.
Ein schöner Zug nahe der Schönheit.
Die Jungs haben schnell reagiert…

Wir und MACHUPICCHU

In Aguas Calientes bezogen wir unser Zimmer und besorgten uns erst einmal ein kühles Bier. Lecker und in unbekannter Flaschengröße von 1100 ml.

In Cusco hatten wir uns bereits unsere Eintrittskarten für Machu Pitcchu gekauft. Gegen 0900 des nächsten Tages machten wir uns auf den Weg. Erneut zu Fuß. Ein Bus hätte 15 Euro einfache Fahrt p.P. gekostet und man hätte die Natur nur hinter Glas gesehen. Okay, bequem… aber ‚einfach‘ kann Jeder. Wir gingen also den Fluss entlang, bis vor uns dieser ganz spezielle Berg namens Machu Picchu lag. Unser Weg ging nun bergauf, weiter über rustikale Stein-Fels-Stufen. Es dauerte knapp 80 Minuten und war recht anstrengend. Die Besucher die uns entgegenkamen unterschätzten ihre Zeitangaben auf die Frage nach unserem verbleibenden Aufstieg, denn der Abstieg ist zeitlich kürzer und schneller. Jede Zeitangabe diente also eher nur unserer Motivation. Verschwitzt kamen wir dann irgendwann oben am Haupteingang an. Dort sahen wir auch die Busse wieder, die wir im Ort für die Fahrt nach oben hätten nutzen können. Aber… NEIN, alles gut so !! Unser Einlass war gebucht für die zweite Einlassrunde ab 1100 Uhr (die ersten Gäste durften ab 0700 Uhr die Anlage besuchen).

Kleine Hütte mit Trompetenblumen (so heißen sie doch, oder ??) und Heiligem.
Man muss schon erst mal nachdenken wie man seine Schritte setzt.
Immer dem grünen Pfeil nach, steil nach oben.

Als es dann soweit war, überschlugen sich unsere Blicke an diesem menschlichen Wunderwerk. Atemraubend !! So wunderschön und perfekt erhalten. Auch wenn pro Tag um die 1500 Menschen ( in der Nebensaison !) diese Stätte besuchen, fühlten wir uns nicht touristisch überlaufen. Die Anlage ist so riesig groß, das ein harmonisches Begehen möglich ist.

Diverse uniformierte Aufpasser hatten ihre Augen überall. Der Tritt auf gesperrte Wege und Rasenflächen oder das zu Nahe Herangehen an die ungefähr 15 Lamas (die sich ihrerseits komplett frei bewegten) wurde mit einem Pfeifenpfiff, bösem Blick und auch eindringlich-freundlichen Worten reagiert.

Man wollte gar nicht aufhören Fotos zu machen. Jeder Schritt eröffnete einen neuen begeisternden Blick, der festgehalten werden musste (für die digitale Ewigkeit in einer Cloud oder Speichermedium viel zu Schade). Die Genauigkeit der Steine, die Symetrie erscheint heute wohl unvorstellbar mit den Händen zu errichten. Die Realität übertraf die Vorstellung hier an dieser Stelle zu sein um ein vielfaches. Über den Sinn und Zweck dieser Stadt die im 15. Jahrhundert erbaut wurde, gibt es verschiedene Theorien. Tatsächlich existieren über sie keine Überlieferungen beziehungsweise wissenschaftliche Aufzeichnungen.  Als Rückzugsgebiet vor den eindringenden Spaniern, eine königlich-religiöse Zufluchtsstätte der Inkas oder eine Erholungsstätte der herrschenden Königsfamilie. Für Patricia und mich erschien alles möglich, denn wir sahen in den Ruinen diverse Geschichten sich abspielen.

Was soll ich sagen… eines meiner Lieblingsfotos.
Ein Klassiker.
Die Serpentinen für die Busse vom Fluss (rechts im Bild) zum Haupteingang.
Wir nahmen nach dem Eingang den Weg links hoch… und der zooooooooooooo-oooooooooooooooooooooooooog sich elendig lang und hoch bis zu diesem wiederum herrlichen Aussichtspunkt.
Blick in die Tiefe
Perspektiven überall ! Auf der Suche nach dem perfekten Foto.
Hier lief das Lama zumindest im richtigen Moment durchs Bild.
Blickwinkel mit natürlichen Felsen die den Weg vorn und auch rechts als Dach bilden (aus dem Haus mit Dach mittig hoch rechts wurde das Foto ‚Blick in die Tiefe‘ mit Blick durch die drei ‚Fenster‘ gemacht).

 

Es sei ein ganz besonderer Opfer- und  Wunschfelsen den man genau soooo berühren muss… sagte man. Ich weiß nicht ob Patricias Wunsch in Erfüllung ging. Sie hat’s versucht. Ich hab nur das Foto gemacht. Ich fühle mich für meine eigenen Wünsche selbstverantwortlich.
Blick – jetzt beim Schreiben hier stelle ich fest wie sensationell die Steine auch hier in- und aneinander passen.
jungermenschvoraltensteinen
WOW – ein sensationeller Blick. Ich gestehe, das wir gefühlte 10 Minuten warten mussten bis keine Touris mehr im Bild waren. Im nachfolgenden Video ist die Bahn im Tal zu sehen… links neben dem Fluss verlaufen die Schienen.

Ein weiterer herrlich schöner Blick in die Anlage (ich weiß leider nicht wie man den Herrn vorne per Fotoshop wegretouchiert).
SO setzt man Steine zu einer Mauer !!!
Das Lama rechts sprang von links rüber. Sah richtig gut aus !! Wir warteten ca. 15 Minuten, das es das Linke ihm nachtut. Mmmmh…
Noch eines meiner Lieblingsfotos !

Wir blieben knapp 5 Stunden auf diesem entsetzlich begeisternden Gipfel des ‚Alten Gipfel‘, so heisst MachuPicchu nämlich übersetzt. Schön das man ihn nicht unter seinem deutschen Namen kennt, denn er würde so viel Athmosphäre verlieren. Die gesamte Anlage gehörte nur den Besuchern. Kein Kiosk, keine wilden Händler, keine streunenden Hunde, kein Müll…

Zu Fuß gingen wir den Weg zurück wie wir ihn kamen. Dieser Blick eröffnete sich uns beim Rückweg auf Agua Calientes.
…reissendes Gewässer…
Unsere Rückfahrt hatten wir bequem gebucht… im Zug mit vielen Fenstern.

Wir konnten unserem Kopf einen weiteren Tag hinzufügen, mit einem der sehenswerten Orte unseres Abenteuerjahres. Einem Weltwunder, welches seinen Titel absolut verdient hat. In der Folgezeit las ich diverse Male über die angebliche Abnutzung der Anlage durch den Massentourismus. Ich empfand nicht, das die freien Wege der Besucher in irgendeiner Art die Anlage abnutzen oder beschädigen. Viele Wege sind aus dem massiven Gestein des Berges – eigentlich auf Jahrhunderte-tausende hinaus unkaputtbar. Zudem machen die Aufpasser einen wirklich guten Job. Also… liebe Leser dieser Zeilen… nutzt Eure Zeit und besucht diesen ganz Besonderen Ort !! Dieser kleine Punkt auf unserer Erde hat auch die Patricia’s Nazca-Worte verdient: „Oh mein Gott – unglaublich“. Denn wenn ihr schon mal hier seid, es gibt so viel zu sehen.

Zurück in Cusco genießen wir einen letzten Tag. Wir gehen zu meinem  Lieblingsbäcker (herrlich lecker trockenes Gebäck mit Fenchel und ich muss es hier mal sagen…: ich freue mich auf den heimischen leckeren trockenen Streuselkuchen !!), Cafe, gehen ins Kino für 1,70 Euro Eintritt und Popcorn für 1€ (Horrorfilm in spanischer Sprache (einfacher für mich, wegen ‚fehlender Handlung‘ und sprachlich schwierigem Dialog für mich)).

Der Tag geht zu Ende und unser Bus steht genau da wo er stehen muss. Also rein und weiter zu einem Erlebnis, welches ich persönlich schon seit langem herbeisehne…

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