Peru – Peru: Nazca, Cusco

Erneut geht es mit dem Bus in den frühen Abendstunden weiter. Die Fahrt zeigt uns viele Stunden endlose Kilometer trockene trostlose Landschaft.

Während der Busfahrt. Trostlose Gegend mit tröstendem Sonnenuntergang..

Irgendwann kommen wir Vormittags in Nazca an.

NAZCA ??

Nie gehört ??

Nazca, ein kleiner Ort, der WELTBERÜHMT ist !!

Leute strengt euch an !!

Wirklich jetzt ??!!

Nicht wegen des Ortes heute sind wir hier, eher wegen der mystischen Dinge die ihre Vorfahren taten. Das aber erst morgen. Wir sahen uns erstmal das eher harmlose und langweilige Kaff an, genossen Kaffee und Kuchen, langweilten uns, aßen zu Abend, langweilten uns und gingen dann ins Bett, …nein kommt jetzt nicht ! Am Folgetag checkten wir bereits wieder aus und deponierten nach dem Frühstück unsere Rucksäcke im Hotel. Um 1100 Uhr wurden wir abgeholt und zu einem kleinen Flughafen gefahren. Dort ging es nach wenigen Minuten direkt in einen 4-Sitzer, also kleine Propellermaschine. Pilot, Co-Pilot, Patricia und… ich. Echt kleines Teil der Flieger. Wir heben ab und gleiten motorisiert über die Nazca-Wüste um uns die seltsamen endloslangen Linien und riesigen Abbildungen aus 500 Meter (oder waren es mehr ?) Höhe anzusehen. Gut 30 Minuten lang fliegen wir über die mehr als tausend Jahre alten in den Boden gebrachten / gekratzten Figuren. Wir fliegen mal links herum, mal rechts herum. Jedesmal so schräg, das wir einzeln nur dem Flügel auf unserer jeweiligen Seite entlang schauen müssen, um das entsprechende Bild auf dem Boden zu erkennen. Sehr Kundenfreundlich. Einfach sensationell !! Für mich leider nur die ersten 15 Minuten. Danach kann ich zwar noch alles sehen, kämpfe aber intensiv mit meiner Übelkeit. Hab ich intensiv gesagt ?? Ja, genau so war’s… INTENSIV ! Eine ‚freche Zunge‘ behauptet, ich hätte ausgesehen wie die Farbe der speziellen Tüte in meiner Hand. Ich kann mich daran erinnern das mir so übel wie seit unendlich vielen Jahren nicht mehr war. Mein Kreislauf hatte sich ohne Absprache mit mir… auf Amok geschaltet. Nach unserer Rückkehr im Hotel hatten wir nach dem CheckOut morgens kein Zimmer mehr, sodass ich an der Rezeption für knapp 2 Stunden auf der Couch notlagerte und regenerierte. Puh, das war ein Erlebnis. Will man nicht. Die Empfindungen Patricas will ich nicht verbergen. Sie hatte KEINE Flugprobleme. Sie schildert den Flug und die Aussicht anfangs als  ‚Ohhh mein Gott‘  und  ‚unglaublich‘ !!  Der Ausblick auf die Nazca-Linien war einfach nur überirdisch !

Kleiner Böser Flieger, zeige mir meine Grenzen.
Noch  lachen  SIE  –  also  ICH   – NOCH  lache  ICH !!

Sucht Ihr Lieben… Scrollt Ihr Lieben… Ihr werdet ihn finden… den Affen ! Er ist mit speziellem Schwanz komplett 135 Meter groß.
Der Astronaut… 80 Meter hoch (glaub ich) !!
Ein Kolibri, mal anders dargestellt. Seine Flügelpannbreite beträgt 66 Meter.  Ich kann mich für ihn so begeistern, das er wohl ein Tattoo werden wird, kleiner…

Den deutschen Schriftmedien (Danke Rolf für das aufmerkame Studium der heimischen Lektüre) konnte entnomen werden, dass in den Tagen unseres Aufenthaltes dort, ein heimischer LKW-Fahrer über das Gelände der riesigen Erdzeichnungen fuhr und eine hundert Meter lange ’neue Spur‘ zeichnete. Idiot !! Er wurde eingesperrt. Wie lang weiß ich nicht.

Leicht erholt saßen wir, also erneut eher ich, denn Patricia ging es ganztägig gut, abends wieder im Bus. Cusco war nun unser Ziel. Eine alte Stadt mit viel Flair und Gemütlichkeit auf knapp 3500 Metern Höhe. Sie zu begehen war sehr spannend. Alte enge Gassen, historische Gemäuer, eine Prozession, Streetfood mit leckeren Würstchen und gegrillten Meerschweinchen begeisterten und entsetzten unsere Augen und weiteren Sinne. Im zentralen Markt aßen wir oftmals frisch und lecker für kleines Geld (1,40 € mit Suppe, Hauptgang und Getränk). Ab Cusco begleitete mich etwas für die folgenden 4 – 6 Wochen. Cusco und auch die nächsten Ziele unserer Reise lagen alle auf einer Höhe von 3000 – 5500 Metern. Wir nahmen Tabletten gegen die Höhenkrankheit und aßen dauerhaft Koka-Blätter (man kauft sie getrocknet für kleines Geld, stopft sich 5 Stück in den Mund und mit Speichel wird es zu einer Masse, die dann in der Backentasche verbleibt. Alle 20-30 Minuten legt man ein paar neue Blätter nach. Wenn die Masse zu groß wird… spuckt man sie aus. Das fühlbare Ergebnis ist eine leichte Betäubung der Mundhöhle, ähnlich wie bei Lutschtabletten bei Halsschmerzen).  Diese Kokablätter halfen ! Patricia kam mit den Umständen besser zurecht als ich. Dieses brasilianische Mädchen vom Meer ist besser für die Höhe geeignet als ich vermutetet. Gut gemacht !! Gegen die häufige Kurzatmigkeit half meist nur sich langsamer bewegen… oder neue Kokablätter kauen. Jeden Morgen mit trockener, verkrusteter Nase aufzuwachen und … ich sag mal wie es ist: blutige trockene Rotze – machten mir keinen Spass. Aber die Abenteuer warteten hier auf uns. Also Koka, Taschentücher und Nasenspray und … durch.

Polizei-Motorradstreife a la Cusco
Streetfood, bolivianisch rustikal
Karneval ist nicht mehr lang hin in Cusco. Der örtliche „Böse Nubbel“ hängt schon, hier sogar an der Post (Foto ist von Februar).
Straßenmarkt.
Detailaufnahme Straßenmarkt mit typischen Frauen des ländlichen Perus.
Mitgebrachte Kinder der Marktfrauen beschäftigen sich…
Durch das Tor ein paar Meter und es kommt links der ‚Mercado Central‘. Knapp daneben die Kathedrale mit der im nachfolgenden Video gezeigten Prozession.

Die armen Jungs haben richtig schwer zu schleppen. Der im Video kurz sichtbare Tisch wird vorweg getragen, um bei einer Pause die Heilige in passender Höhe abszustellen. Damen drumherum bewerfen die Heilige dauerhaaft mit Blüten, die in diesen Tagen an fast jeder Ecke der Innenstadt verkauft werden.
Obstgasse im Markt, links und rechts viiiiiiiele sehr kleine Stände, die ausschließlich leckere frische Obst- und Gemüsesmoothies zubereiten.
Ältere Dame im Maisnest.
Korb mit Maissorten (besonders farblich so noch nie gesehen). In Bolivien gibts später Popcorn von den großen weißen Maiskörnern, mittig im Hintergrund.
Um den Zentralen Platz reihen sich diverse herrlich schön alte Gebäude, mit Gängen und Holzvorbauten, die oftmals einem Cafe / Restaurant als Balkon zugehören.
Blick von einem der Balkone auf den zentralen Platz, Plaza del Armas.
Blick vom Plaza del Armas
Beide konnten nicht widerstehen.

 

Cusco darf man gerne als Sehenswert beschreiben. Man kann sich hier sehr wohlfühlen. Einige besondere Sehenswürdigkeiten in der ‚Umgebung‘ erfordern jedoch größere Organsisation bzw. Aufwand… wie z.B…

 

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